Klimaklassetüren halten die Wärme dort, wo sie benötigt wird.

Drinnen mollig warm, draußen feucht und kühl: Die Klimaklasse gibt an, wie formstabil eine Tür bei unterschiedlichen klimatischen Raumbedingungen ist.

Türen sind verschiedenen Belastungen ausgesetzt, nicht nur durch ihre Benutzung, sondern bereits durch ihren Einsatzort. Eine dieser Belastungen ist das Klima und die Witterung. Sind Türen aus Holz oder Holzwerkstoffen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt, verformen sie sich. Damit gleichermaßen die optische Erscheinung und die Funktionsweisen der Tür, wie beispielsweise das Schließverhalten, gewährleistet bleiben, werden diese Funktionstüren mit sogenannten Klimadecks ausgestattet.

Wärmeschutztüren empfehlen sich besonders als Türen zu Kalträumen wie Kellern oder nicht ausgebauten Dachstühlen. Aber auch andere Räume in Haus und Wohnung sind oft unterschiedlich stark beheizt. Während es im Wohnzimmer dauerhaft warm und gemütlich sein soll, wird im Schlafzimmer gerne mal die Heizung heruntergedreht. Dadurch entstehen Ausgleichsströmungen zwischen den Räumen, die sich negativ auf die Energie- und Wärmebilanz auswirken. Bei modernen Passivhäusern sollten generell Wärmeschutztüren eingebaut werden.

Wohnungstüren, die den Abschluss zu nicht klimatisierten Treppenhäusern bilden, werden gemäß EN 12219 nach dem Grad der Verformung in vier Klassen unterteilt:

  • Klasse 0 – keine Anforderung
  • Klasse 1 – max. 8 mm Verformung
  • Klasse 2 – max. 4 mm Verformung
  • Klasse 3 – max. 2 mm Verformung)

Eine maximale Verformung von bis zu 4 mm (Klasse 2) gilt bei üblichen Innentüren in der Praxis als unkritisch, da mit ihr in aller Regel keine Funktionseinschränkungen verbunden sind. Viele Hersteller legen deshalb Klasse 2 für die Klassifizierung ihrer Türen zugrunde. Türen, die als Wohnungsabschlusstüren zu nicht beheizten Treppenhäusern eingesetzt werden, sollten die Klassifizierung 2(c) erreichen.